segunda-feira, 14 de fevereiro de 2011

Devisensignale: sell EUR/AUD

Ich bevorzuge immer noch EUR/AUD shorts, gleichermaßen vom technischen wie fundamentalen (Leitzinsdifferenz) Ausblick. Trichet machte sehr deutlich in seiner Pressekonferenz letzten Donnerstag, dass es die EZB nicht eilig damit hat, die Zinsen anzuheben. Auf der anderen Seite hat die RBA (Reserve Bank of Australia) trotz Überschwemmungen, chinesischen Zinsanhebungen und Taifun einen sehr hawkischen Ausblick für ihre Wirtschaftssicht gegeben, und Zinsanhebungen aufgrund steigender Rohstoffpreise, gutem Arbeitmarkt und Wirtschaftswachstum in Aussicht gestellt. Die RBA sieht Inflation als wirkliche Gefahr und Herausforderung. Ich bin seit 1.43 short EUR/AUD, und gehe ab 1.36 wieder neue shorts ein mit geringer Leverage, so dass ich bei eventueller weitere Aufwärtskorrektur nochmals nachlegen kann. Besonders vorteilhaft ist ein solches Verfahren bei Brokern wie IBFX oder oanda, die es erlauben, mit sehr geringen Lots zu handeln und außerdem swap zahlen. Man kann so täglich die Zinsdifferenz von 4,75 - 1,00 = 3,75 einsammeln, auch wenn das Währungspaar für geraume Zeit konsolidiert..


Auch GBP/AUD ist ein short, aber erst bei Korrekturen bis auf 1.63, da die BoE (Bank of England) baldige Zinsanhebungen ebenfalls nicht ausschließt. Fundamental ist aber die Rohstoffwährung AUD immer gegenüber beiden Währungen ein Kauf. Jim Rogers wird zustimmen. Ist man der Ansticht, dass eine stärkere Inflation kommen wird durch all die QE-maßnahmen, so werden Rohstoffe als Anlageform sicher weiter zulegen, und Rohstoffwährungen wie der Kiwi, AUD oder CAD davon profitieren. Der brasilianische Real, ein weiterer Gewinner der letzten zwei Jahre ist dagegen mit Vorsicht zu behandeln, da sich die brasilianische Regierung vehement gegen eine weitere Aufwertung stemmt. Weitere mögliche Devisenpaare, die man langfristig shorten kann, sind EUR/NOK und USD/NOK. Norwegen hat eine solide Handelsbilanz, einen soliden Haushalt und kann es sich leisten, die zinsen anzuheben. Einen soliden Haushalt zu besitzen ist in diesen Tagen längst nicht mehr Selbstverständlichkeit, sondern schon etwas, was hervorsticht.

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